Treuhand = Betrug an Ostdeutschland?

In diesem Beitrag soll es um die fatale Abwicklung der ostdeutschen Industrie durch die Treuhand gehen.

Viele Menschen plagt das latente Gefühl, dass die Abwicklung der ostdeutschen Industrie nie mit rechten Dingen zugegangen sei. Hier wurde eine Fabrik für eine D-Mark verkauft, alle Maschinen demontiert und in den Westen gebracht. Dort wurden, trotz sehr guter Auftragslage, sehenden Auges die Lieferverträge gekündigt. Andernorts wurden die Mitarbeiter durch die Treuhand daran gehindert, die Fabrik selbst zu kaufen…

Inzwischen wurden die Akten der Treuhand freigegeben und sind für jeden einzusehen.

Doch Halt! Bevor wir weitermachen, schauen wir uns an, was die Treuhand war.

Die Treuhandanstalt (THA, kurz Treuhand) war eine in der Spätphase der DDR gegründete Anstalt des öffentlichen Rechts in Deutschland mit der Aufgabe, die Volkseigenen Betriebe der DDR nach den Grundsätzen der Sozialen Marktwirtschaft zu privatisieren und die „Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu sichern“ (§ 8 Treuhandgesetz) oder, wenn das nicht möglich war, stillzulegen.

In dieser Erklärung sehen wir den Verweis auf das “Treuhandgesetz“.
Kurz und knapp steht im Treuhandgesetz folgendes:

  • unternehmerische Tätigkeit des Staates durch Privatisierung so schnell, wie möglich zurückzufahren,
  • die Wettbewerbsfähigkeit möglichst vieler Unternehmen herzustellen und somit Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen,
  • Grund und Boden für wirtschaftliche Zwecke bereitzustellen,

Wir sehen bereits am zweiten Gedankenstrich, dass die Treuhand ihren gesetzlichen Aufgaben NICHT nachgekommen ist. Es wurde bei den wenigsten Unternehmen Wettbewerbsfähigkeit hergestellt und so gut wie keine neuen Arbeitsplätze geschaffen. Statt dessen wurden viele Unternehmen einfach zerschlagen und die Menschen in die Arbeitslosigkeit entlassen.

Als bekanntestes Beispiel, welches inzwischen öffentlich aufgearbeitet wird, ist an dieser Stelle das Kalibergwerk “Thomas Müntzer” in Bischofferode zu nennen.

Einige interessante Informationen findet ihr hier:

 

 

[wird fortgesetzt…]

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.